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Tiergestützte Therapie/Tiergestützte Pädagogik

Was ist Tiergestützte Therapie/Pädagogik?

Die Tiergestützte Therapie/Tiergestützte Pädagogik ist eine Fördermaßnahme, die Mithilfe von Tieren gezielt an den individuellen Bedürfnissen und Ressourcen eines Menschen ansetzt und somit eine positive Entwicklung hervorruft. Tiere als therapeutische Begleiter eignen sich besonders, da sie ein wertfreies therapeutisches Setting schaffen, in dem der Mensch authentisch sein kann und vor allem auch authentische Rückmeldungen bekommt.

 

Wer gehört zur Zielgruppe?

Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit besonderem Förderbedarf(Entwicklungsstörungen, verminderte Frustrationstoleranz, Verhaltensauffälligkeiten wie Grenzüberschreitungsverhalten, Nähe-Distanz-Problematiken, fehlendes Einfühlungsvermögen, Überängstlichkeit, fehlendes Selbstwertgefühl, Aufmerksamkeitsstörungen etc., psychische Störungen, wie Depressionen, Burnout-Syndrom und Persönlichkeitsstörungen oder auch traumatische Erlebnisse)

 

Was bewirkt die Mensch-Tierbeziehung in der tiergestützten  Therapie/Pädagogik?

 

Sie….

 

  • wirkt motivierend, entspannend, entschleunigend, beziehungsstabilisierend, wärmespendend und bietet eine besondere Lernchance/Entwicklungschance
  • mobilisiert körperliche und seelische Kräfte
  • bringt pädagogische und therapeutische Prozesse voran
  • fördert soziale und emotionale Kompetenzen, die u. a. das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen stärken und die zwischenmenschlichen Fertigkeiten verbessern
  • fördert die Entwicklung der Persönlichkeitskompetenzen zur Bildung der Selbstidentität
  • trainiert Wahrnehmung, Konzentration, Ausdauer und die kognitiven Fähigkeiten
  • schult die Motorik und das Körpergefühl
  • hilft traumatische Erlebnisse zu verarbeiten
  • baut Ängste ab
  • bezieht die Natur- und Erlebnispädagogik mit ein und ermöglicht somit die ganzheitliche Förderung mit allen Sinnen
  • verbessert die Lebensqualität durch Freude und Spaß am Umgang mit besonderen Tieren, im wertfreien authentischen Setting

 

Welche Voraussetzungen sind notwendig?

Für eine Tiergestützte Therapie/Pädagogik ist eine umfangreiche Anamnese notwendig. Außerdem werden Personen aus dem sozialen Netzwerk, sowie mögliche Fachpersonen aus Jugendhilfe, Schule, andere Therapeuten etc. in die Abklärung des Hilfebedarfs miteinbezogen. Anschließend wird die Intervention mit Nah- und Fernzielen individuell für die Person geplant und durchgeführt.

Für einen positiven Verlauf sollte die Person offen und interessiert sein für Tiere.

Allergien gegen Kamelhaar oder starker Heuschnupfen würden die Intervention stark negativ beeinflussen und muss im Einzelfall besprochen werden.

Aggressives Handeln und/oder quälen der Tiere führt direkt zum Abbruch der Maßnahme.

 

Wie lange dauert die Fördermaßnahme?

Der Inhalt und der zeitliche Umfang der Maßnahme ist abhängig vom individuellen festgestellten Förderbedarf. Sinnvoll ist eine Förderung einmal wöchentlich in einem Zeitumfang von jeweils 45-60 Minuten. Die Tiergestützte Therapie/Pädagogik sollte mind. 12 Einheiten oder mehr umfassen.

Wie gestaltet sich ein Gruppenangebot?

In einer Kleingruppe (ca. 3-5 Teilnehmer) werden vor allem soziale und emotionale Kompetenzen, sowohl durch die Mensch-Tier-Beziehung, als auch im kollegialen Gruppengeschehen. Außerdem werden alle Sinne der Wahrnehmung und Sensibilisierung für die Natur und deren Lebewesen fokussiert.

 

Meine Leitprinzipien: ganzheitliches lernen, ressourcenorientiert, bedürfnisorientiert, motivationsorientiert

Örtlichkeiten:

Die Intervention findet im gewohnten Umfeld der Alpakaherde in Rietberg am Große-Recke-Weg statt.

 

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